Der Weg ist das Ziel. Früher habe ich diese Worte gehasst, denn ich konnte nicht verstehen, wie man nicht am Ziel sein und gleichzeitig damit zufrieden sein kann. Mittlerweile begreife ich die Tiefgründigkeit dieser Weisheit und nun gehört sie mit zu meinen wichtigsten Mantras. Einerseits habe ich während meinen Roadtrips erkannt, dass dies stets die schönsten Momente einer Reise waren. Mein Ziel war es immer, mich glücklich und frei zu fühlen und das konnte ich nur erfahren, als ich im Van saß und nichts mit mir hatte, außer ein Bett hinten im Auto und einem Backpack mit dem Nötigsten. Nirgends fühlt man sich mehr angekommen, als wenn man sich der Natur und sich selber hingibt, ohne auf Anderes angewiesen zu sein. Der Weg war bei diesen Abenteuern wortwörtlich das Ziel. Andererseits begreife ich diese Worte auch als Weg des Lebens, den man gezwungenermaßen gehen muss. Dieser Weg mag viele Steine, vieles Unbekannte aber auch viel Positives mit sich bringen, jedoch sind wir die eigenen Maler unserer Vorstellungen vom Leben. Mit jedem Morgen beginnt etwas Neues, mit jeder Entscheidung betreten wir eine neue Abzweigung, die uns durch unsere Lebenszeit bringt. Immer und immer wieder finden wir uns neu, entscheiden uns neu und sind doch nie am Ziel. Wir haben die Möglichkeit immer weiter zu wachsen, bessere Menschen zu werden, uns selber besser zu gefallen etc. Wir werden niemals ganz am Ziel ankommen und das ist gut so, denn es geht stetig weiter, bis wir nicht mehr sind. Demnach ist es das Ziel am Leben zu sein und den Weg des Lebens zu durchlaufen. 

Nach dieser Vorstellung lässt es sich unbeschwerter leben, denn das Einzige was man dabei kontrollieren kann ist das Vertrauen und der Glauben daran, dass man seinen Weg gehen wird, so wie er für einen vorgesehen ist. 

Um dies zu verstehen und mich, wie man so schön sagt, "selbst zu finden", habe ich eine große Reise nach Australien angetreten, die ich von all einen Reisen in meinem Blog hervorgehoben habe. Seitdem besuche ich jedes Jahr einen Ort auf dieser wunderschönen Welt, an dem ich noch nie war, um mich erneut mit mir selber auseinanderzusetzen und zu wachsen.